Bisherige Ergebnisse "Sicherheitskeil"



Was sollen Haustechniker, Sachverständige, Brandschutzbeauftragte, Reinigungsfirmen, Künstler, Gründer, Pfarrer, Journalisten, Vereine, Organisationen,... in einem Entwicklungsprozess? Man setzt ihnen doch einfach fertige Produkte vor, und sie sollen sie kaufen!...??? Wir versuchen es anders, sowohl bei einem so einfachen Produkt wie dem Sicherheitskeil, als auch bei komplizierteren Projekten. "Co-creation" heisst der Prozess, den große Unternehmen seit Jahrzehnten (vielleicht etwas zaghaft) betreiben, und den wir im Auftrag mittelständischer Unternehmen organisieren (mehr...).

Das Projekte "Sicherheitskeil" startete am 23.3.14 mit einer Bitte um Feedback an eine kleine Gruppe von Bekannten und Freunden in unserem Umfeld. Es sind viele und richtig gute Rückmeldungen eingegangen, die wir hier sortieren und anonymisiert dokumentieren, kommentieren. Oft ziehen wir bereits Folgerungen daraus. Für uns ist das wie ein Juwelen-Bergwerk, das man Gedanke für Gedanke durcharbeiten muss. Herzlichen Dank an alle!!! Selbstverständlich hat jede(r) bereits eine persönliche Antwort bekommen. Denjenigen, deren Ideen spürbare wirtschaftliche Erfolge haben können, haben wir bereits zugesagt, dass sie daran beteiligt werden:

Grün = Feedback / Schwarz = Kommentar / Rot = Folgerung
Rückmeldungen bzgl. unserer Arbeitsweise finden Sie hier.
  • BEDARF
    • "Holzkeile haben übrigens einen nicht zu bremsenden Fortpflanzungstrieb, sind schlicht unausrottbar und wachsen selbst aus dem Nichts scheinbar immer wieder nach. (Zitat aus dem Tagebuch des leidgeprüften Brandschützers"
    • “Bei uns gibt es keine Tür an der wir das bräuchten.”
    • "Bei uns gibt es bereits eine andere Lösung. Viele Brandschutztüren sind mit Elektromagneten ausgerüstet, die die Türen offenhalten. Im Brandfall wird durch den Rauchmelder der Strom automatisch abgeschaltet und die Tür fällt zu, wenn nichts im Weg steht."
    • "In vielen Büro-etc-Gebäuden gibt es wohl eher fest installierte Türstopperdinger (keine Ahnung, wie die heißen, Du weißt schon)" 
    • Wir sollten weniger aufwendig ausgestattete Gebäude ansprechen und den mobilen Einsatz durch Dienstleister (Handwerker, Reinigungsfirmen,...), die selbst professionell sind, aber keinen Einfluss darauf haben, wie die Gebäude, in denen sie arbeiten, ausgerüstet sind. Interessant wären auch typische Immobilien, die ihrer Struktur nach Probleme haben, weil sie nicht für die jetzige Nutzung optimiert gebaut wurden: Denkmäler, umgenutzte Gebäude, alte Gebäude,... Und natürlich alles, was temporär genutzt wird.
  • PREIS
    • "Es gibt doch sowas für knapp über 10€ bei Amazon!" / "ich finde ja den „Hausfrauentest“ immer gut.  Habe mal unseren Techniker gefragt, s.u. Einen Alarmkeil gibt es also schon…: "Teufelszeug!  2.95 € bei ebay .... Zwar als Alarmgeber, ohne Timer. Aber das ist die 46 Euro Aufpreis  nicht wert."" / "Wenn er teuer ist, wird er wahrscheinlich auch entwendet."
    • "Das Produkt und die Idee mit dem Warnkeil finde ich supergut. Auch der Preis von unter 50 Euro ist für Kunden ok."
    • Der Preis hängt von unserer Stückzahlerwartung ab. Unser bisheriger Preisansatz ging von einer kleinen Nullserie zu 49€ pro Sicherheitskeil aus. Glauben wir jedoch, Tausende verkaufen zu können, können wir auch 29€ und weniger nehmen, bis hin zu den Preisen, die in China in Großserie erreicht werden. Amazon geht bis etwa 30€ mit Alarmkeilen... und sie gehen bis knapp 50€ mit Türstoppern, die chic designed sind..... Produkte für professionellen Einsatz sind auf Grund der geringeren Menge immer etwas teurer als Consumer-Produkte. Wir sollten unsere Stückzahlerwartung steigern und den Preis folglich auf 29€ senken.
    • Wenn man bedenkt, um wieviel teurer "Designprodukte" verkauft werden, sollten wir einen zweiten Ansatz mit künstlerisch gestaltetem Design testen. Beim Einbeziehen von Künstlern sollten wir  das betonen.
  • PRODUKTVERBESSERUNGEN
Die folgenden Gedanken werden wir im Rahmen unseres "Co-creation-Prozesses" offen halten, zur Diskussion stellen und dann werden wir sie in das Produkt einfließen lassen:
    • Zuverlässigkeit: 
      • "Batterie raus, ist es ein schöner Keil, scheinbar sicher."
      • "Batterie-OK-Anzeige wie? Quittungs-Pieps, wenn er unter die Tür geschoben wird?"
      • "Als Hausverwalter müßte ich die Batterien regelmäßig prüfen."
      • "Gerade in größeren Gebäuden besteht das Risiko, dass keiner mehr das Piepsen hört, weil die Arbeiter, der Hausmeister etc. schon ganz woanders ist, wenn's losgeht. Wenn schon Investition in Sicherheit, dann will ich richtige Sicherheit."
      • "Aus Sicht eines Betreibers von Grossimmobilien muss ich anmerken, dass das Piepsen an einigen Türen aufdauer niemanden stört."
    • Geräuschbelästigung: 
      • "Mich nervt schon das Piepsen, wenn ich mich im Auto nicht anschnalle. Geräte, die derart aufdringlich etwas vorschreiben, machen sich UNBELIEBT ;-)"
      • "Den Sicherheitskeil würde ich nicht kaufen. Der löst meiner Meinung nach kein wirkliches Problem sondern generiert ein neues (nervend laute Keile, die irgendwo rumliegen). "
      • "Es könnte durchaus ein Grund für Streit sein. Der Mieter im 3. Stock vergißt den Keil immer und der Mieter im Erdgeschoß hat den Lärm. Kommt das häufiger vor, wird der Keil von dem Mieter im Erdgeschoß entsorgt."
      • "Soll der Alarm irgendwann einmal aufhören ?"
    • Einstellmöglichkeiten / Komplexität:
      • "Man müsste schon die Dauer bis zum ersten Piepsen einstellen können, es gibt ja Situationen, da will man vielleicht für einen Umzugstag, für was auch immer, einen längeren Zeitraum die Tür offenhalten. Wenn man es einstellen muss, wird es aber der nebensächliche Helfer für eine nebensächliche Tätigkeit zum überkomplexen Hindernis."
    • Einsatzbereich erweitern
      • "unter manche Türen passt der jetzige Keil nicht, weil diese einen zu schmalen Spalt unten haben"
      • "..." [hier musste ich leider eine tolle Idee entfernen, die noch nicht öffentlich sein kann. Wir haben eine Idee bekommen für eine weitere Anwendung des Sicherheitskeils, die von unserer Patentanmeldung zwar umfasst wird, die uns aber bisher nicht so klar war. Wir überlegen, dies in Kooperation mit dem Ideengeber ggf. zu vermarkten . Sorry, hier ist eine Grenze dieses offenen Ansatzes]
  • ANDERE PRODUKTIDEEN
    • "..." [noch eine tolle Idee, die ich leider entfernen musste. Dies kann noch nicht öffentlich sein, wir haben eine Idee bekommen für ein anderes Produkt aus dem Bereich, das wir in Kooperation mit dem Ideengeber ggf. patentieren und vermarkten wollen. Sorry, hier ist eine Grenze dieses offenen Ansatzes]
    • "Auf den ersten Blick scheint mir die Idee Potential zu haben. Für mich oder [meine Firma] ist es jedoch nichts, wir haben solche Türen nicht. Obwohl, es gibt die Möglichkeit die Tür mit einem kleinen Hebel im Schloss auf "offen" zu stellen. Das machen Handwerker mal ganz selten, es wäre natürlich prima, wenn dass rot Leuchten würde, damit es später nicht vergessen wird. Ist aber eine Kleinigkeit und da für die Türen die Hausverwaltung zuständig ist..." Deutet darauf hin, dass wir Handwerker und Hausverwaltungen ansprechen sollten.
    • "Was ganz gut funktioniert zum Lüften ist die 5 Minuten Funktion der Dunstabzugshaube (keine Umlufthaube :-)" Interessante Idee! Wir sollten Hersteller von Dunstabzugshauben anschreiben, dass wir als Nebeneffekt unseres eigenen Co-creation-Prozesses auch für ihr Produkt einen Zusatznutzen gefunden haben für den sie lediglich einen kleinen Timer einbauen müssen.
    • "Cool wäre, wenn sich der Keil nach Zeitablauf quasi selber absenkt und die Tür freigibt." / "Einen Türfeststeller der nach x Minuten automatisch auslöst. Das ganze könnte man elektronisch lösen aber dann hätte man wieder das Problem mit der Batterie oder der Solarzelle. Hier wäre aber auch eine rein mechanische Lösung möglich. Wenn das Ding fest mit der Tür verbunden ist würde es wahrscheinlich auch nicht entwendet." Diese Funktion wird von unserer Patentanmeldung bereits umfasst. Ggf. machen wir später auch ein solches Produkt, aber ich bin nicht voll davon überzeugt: Es kann unangenehme Effekte haben, wenn eine offengehaltene Tür plötzlich von allein in's Schloss fällt.
  • MARKETING
    • "Zu neuen Produkten gehört auch nationales und globales Marketing und da reicht das Internet nicht aus. Wo kann man diese Produkte sehen und anfassen?"
    • "Psychologisch: Ich glaube, es wird schwierig, die Menschen zu überzeugen, dass in Türkeilen eine Gefahr besteht - die Zahl der Türkeilgeschädigten und -bekehrten dürfte weit unter der liegen, die eine gewinnbringende Produktion ermöglicht."
    • "unser Brandschutzbeauftragter war von dem piependen Keil auf Anhieb nicht besonders begeistert. Er ist allerdings eher missionarisch veranlagt und glaubt, er hätte einen erzieherischen Einfluss bei der Einhaltung von Brandschutzregeln. Aber für Reparaturarbeiten kann er sich durchaus vorstellen, so einen Keil mal auszuprobieren. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass er das eher mit einem kostenlosen Muster tun würde."
    • "Dann sind das sehr viele Gedankengänge auf einmal. Du solltest auf jeden Fall trennen zwischen dem LAB-Gedanken und den Produkten, die darunter "beworben" oder präsentiert werden. Ansonsten: Die Idee an sich ist super!"
    • Ich hatte gehofft, dass wir einen kleinen Aufpreis dafür fordern können, dass wir den Entwicklungsprozess so interessant und offen machen, doch das scheint nicht zu funktionieren. Die meisten Anwender sind nicht sehr an solchen Prozessen interessiert (wer macht sich schon Gedanken über Projektentwicklungen? Die wenigsten...). Werde deshalb das UNPERFEKTLab-Prinzip getrennt von der Vermarktung des Sicherheitskeils propagieren: 
      • Sicherheitskeil als Beispiel für UNPERFEKTLab - GUT! 
      • Aber mit UNPERFEKTLab den Sicherheitskeil interessant machen - FUNKTIONIERT NICHT!


UNPERFEKTLabs


UNPERFEKTLabs hilft Unternehmen dabei, Produkte unter Einbeziehung engagierter Erstanwender, Communities, Gründern und Künstlern in offenen Prozessen zu entwickeln und zu vermarkten. UNPERFEKTLabs ist ein Geschäftszweig des

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